Nachricht lesen
Erklärung der Pastoralkonferenz des Dekanates Recklinghausen
Wir erklären uns zutiefst solidarisch mit dem „Aufstehen“ so vieler in unserem Land für eine demokratische und offene Gesellschaft, die für Toleranz und Menschlichkeit steht.
In den zahlreichen Veranstaltungen und Demonstrationen in den Städten unseres Dekanates, an denen auch viele Christinnen und Christen teilgenommen haben, kommt zum Ausdruck: das große „WIR“ in unserer Gesellschaft sagt ein klares Nein zu den menschenverachtenden Plänen von AFD und weiteren rechtsradikalen Kreisen. Menschen auszusortieren und vertreiben zu wollen ist ein „no go“! Die Botschaft so vieler in diesen Tagen ist ein klares „Ja“ zu unserer demokratischen Gesellschaft und zum Respekt vor allen Menschen.
Dieses Engagement für die Demokratie muss für die Parteien eine Aufforderung sein – bei allem Streiten und Ringen um Wege politischer Gestaltung in unserer Gesellschaft – immer wieder das Tragende und Verbindende zu suchen, das diese Gesellschaft zusammen und offen hält. Es darf nicht sein, dass Geflüchtete oder sozial Benachteiligte Menschen das Gefühl haben, „draußen davor zu sein“.
Die große Beteiligung an diesem „Aufstand“ für Vielfalt und Toleranz ist für die Bürger*innen eine Ermutigung auch in Konkretem des alltäglichen Miteinanders für Menschenwürde und Vielfalt einzustehen.
Bisherige Wähler*innen und Sympathisanten der AFD laden wir ein, das zuende zu denken, was Herr Höcke und andere rechtsradikale Strategen dieser Partei wirklich wollen – und ob sie letztlich zur Abschaffung von Mitmenschlichkeit und Menschenrechten beitragen möchten.
Als Christen und Christinnen darf uns Jesu Umgang mit Menschen Impuls sein, immer wieder für die Würde des Menschen und gegen jeden Hass einzutreten. Auch das lässt uns in diesen Tagen den Wert der Demonstrationen und Initiativen für Menschenwürde und Demokratie mittragen und mitgestalten.
Recklinghausen, den 08.03.2024 Die Pastoralkonferenz des Dekanates Recklinghausen