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Julia Pehle-Mager

Hermann-Josef Block

Die Ewigkeit ist mein Zuhause,

Du hast sie mir ins Herz gelegt.

Auch wenn ich sterben werde, weiß ich,

dass meine Seele ewig lebt.

Und diese Hoffnung wird mich tragen,

bis ich Dir gegenübersteh.

Dieses Lied der Outbreakband hat mir Hermann-Josef Block, der am Pfingstsonntag im Alter von 68 Jahren gestorben ist, wenige Wochen vor seinem Tod zugesandt, und ich verstehe es nach wie vor als sein sehr persönliches Glaubensbekenntnis. So haben schon St. Paulus (Unsere Heimat ist im Himmel, vgl. Phil 3,20) und auch St. Augustinus (Auf DICH hin sind wir geschaffen, und unruhig ist unser Herz, bis es ruht in DIR, vgl. confessiones) bekannt. Es dürfte diese Haltung der Zuversicht gewesen sein, die Hermann-Josef Block – vielleicht nicht ganz ohne Zittern, wer will das schon wissen - nicht hat in Panik geraten lassen angesichts seines nahen Sterbens, das ihm sehr bewußt war. Als er am Ostersamstag im Kreis seiner Familie das Sakrament der Krankensalbung empfing, die Stärkung, das zu bestehen, was auf ihn zukommen würde, hat er mit uns allen eines seiner Lieblingslieder gesungen: „Meine Hoffnung und meine Freude, … Jesus, meine Zuversicht, auf DICH vertrau ich und fürcht mich nicht.“ Und am Samstag vor Pfingsten haben wir noch einmal so an seinem Sterbebett gesungen. Die Erfahrung, in welch gläubiger Haltung er hat sterben können, wird die Trauer – zumal seiner Familie – nicht auslöschen, aber die Trauer wird gekennzeichnet sein 1. von der Erinnerung an so viele guttuende Erlebnisse mit ihm, 2. von der stärker werdenden Sicherheit, dass man den Sinn seiner Existenz einfach nicht leugnen kann, und 3. vor allen von Dingen von Dank.

Dank und ehrende Anerkennung waren der Tenor bei der mehrfach wegen seiner Krankheit verschobenen Verabschiedung von Hermann-Josef Block im letzten Sommer seitens der Leitung des St. Laurentius-Stiftes, in dem er fast 40 Jahre als Krankenhausseelsorger tätig war. Wie mir etliche Patienten bzw. ihre Angehörigen immer wieder bestätigt haben, hat er seine Zuwendung zu den Patienten nie abhängig gemacht von deren Geschlecht, Konfession oder Religion. Sie waren immer – auch - „seine“ Patienten, Schwestern und Brüder, denen er brüderlich zur Seite stand, wenn es darum ging, Trost zu spenden, - so manches Mal sehr praktische - Lebenshilfe zu bieten, wichtige Kontakte zu vermitteln – nicht zuletzt zu uns, den Gemeindeseelsorgern. Für uns, die Gemeindeseelsorger, war Hermann-Josef Block in unserer pastoralen Arbeit ein wichtiger Mitarbeiter, eine Art „Sensor“, der in seinem Arbeitsbereich Trends erspüren konnte, zu denen wir (noch) keinen Zugang hatten.

Als Krankenhausseelsorger wußte sich Hermann-Josef Block auch zuständig für einen seelsorglichen Umgang mit Angestellten des Krankenhauses. Gern wurden seine Angebote angenommen, hin und wieder eine „Auszeit“ in einem Kloster oder einem Bildungshaus zu nehmen. Die letzte „Auszeit“, die nach Auskunft von Teilnehmern „spitze“ war, bestand im Pilgern nach Santiago de Compostela.

Eine Ära ist zu Ende gegangen. Wer zumindest eine kurze Phase dieser Ära bewußt miterlebt hat, ist traurig und dankbar und wünscht Hermann-Josef von Herzen (betend), dass die Pilgerschaft seines Lebens mit den ungezählten heilenden Begegnungen ihr Ziel erreicht hat in der Ewigkeit und der Seligkeit des lebendigen Gottes.

Im Namen der Pfarrei St. Peter

Halleluja!

Franz J. Durkowiak, Pfr. em.

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