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Julia Pehle-Mager

Neues aus dem Pfarreirat - Update zu St. Marien

Nach der Verkündigung des Verkaufs von St. Marien bei der Gemeindeversammlung am 08.02.2026 hat sich der Pfarreirat in seiner Sitzung am 10. März ausführlich von Vertretern des Kirchenvorstandes über die neuesten Entwicklungen informieren lassen und über mögliche weitere Maßnahmen beraten.

In der Gemeindeversammlung wurde bemängelt, dass es im Vorfeld der Überlegungen zum Verkauf der Kirche keine Absprachen insbesondere auch mit der Marienjugend gegeben hat. All diese Einwände hat der Kirchenvorstand aufgenommen und hat sich in ausführlichen Gesprächen mit Vertretenden der Marienjugend zusammengesetzt, um deren genauen Bedarf zu ermitteln. Seitdem wird intensiv nach möglichen Lösungen gesucht.

Carolin Horn vom Pfarreirat wird zusammen mit Olaf Wißemann vom Kirchenvorstand einen Ausschuss zusammenrufen, der überlegt, wie mit den Kunstwerken in der Kirche umzugehen ist. Wo können sie einen neuen, sinnvollen Platz finden? Dazu soll auch Paul Reding, der viele Kunstgegenstände gestaltet hat, um seinen Rat und nach seinen Vorstelllungen gefragt werden.

Das überdimensionale Kreuz aus dem Chorraum wurde von einer Archivarin des Bistums Münster begutachtet, die auf die Geschichte des Kreuzes in der Nazizeit hingewiesen hat. Es wird überlegt, was mit dem Kreuz passieren soll – genaueres soll im Ausschuss diskutiert werden.

Kein Zweifel gab es in beiden Gremien an dem Verkauf der Kirche. Die anstehenden Sanierungsarbeiten zur Erhaltung der Kirche, die sich in einem 6-stelligen €-Bereich bewegen, wären von der Gemeinde St. Peter nicht zu stemmen und die hohen Auflagen des Denkmalschutzes, unter dem die Kirche steht, lassen nur wenig Spielraum bei der Verwendung der Kirche für andere Zwecke.

Wie schon in der Versammlung bekannt gegeben, werden die Gruppen der Chorgemeinschaft, der Seniorengemeinschaft sowie der KFD ihre Treffen weiterhin in den Pfarrräumen von St. Marien abhalten können – zu den bisher gewohnten Zeiten. Dies wird vertraglich vereinbart werden. Der entsprechende Vertrag liegt dem Generalvikariat ebenfalls vor.

Bleiben wird auch die Eucharistiefeier am Dienstag um 9.00 Uhr, die dann im Pfarrheim stattfinden wird. Die Sonntagsmesse um 11.00 Uhr soll nach St. Peter verlegt werden.

Aus der Gemeinde St. Marien haben sich Gemeindemitglieder mit einem Schreiben sowohl an den Kirchenvorstand als auch an den Diözesanadministrator Dr. Antonius Hamers gewandt mit der Bitte, die kirchenaufsichtliche Genehmigung auszusetzen, bis eine Reihe von Fragen, die sie konkret aufgelistet haben, geklärt sind. In diesem Zusammenhang sind Unterschriftenlisten in Waltrop im Umlauf, die demnächst an das Bistum weitergereicht werden sollen. Der Kirchenvorstand geht davon aus, dass sich das Generalvikariat im Bistum Münster zur Klärung der aufgelisteten Fragen mit ihnen in Verbindung setzen wird. Grundsätzlich erwartet der Kirchenvorstand eine Entscheidung des Generalvikariats in den nächsten 3-4 Monaten. 

Sollte es zum Verkauf zu Ende Januar 2027 kommen, hat der Ausschuss St. Marien überlegt, dieses letzte Jahr zu einem besonderen „Abschiedsjahr“ zu machen. Auch die in der Pfarreiratssitzung anwesende Leitung vom Kindergarten St. Barbara hat ihr Interesse an der Teilnahme von solch einem Abschiedsjahr bekundet.

Der Pfarreirat wird dieses Thema weiterhin eng verfolgen und die Interessen der Gemeinde so gut wie möglich wahrnehmen.

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