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Newsletter Red Wednesday
Millionen Christen leben weltweit in einem Umfeld, in dem sie diskriminiert, an der freien Ausübung ihres Glaubens gehindert oder blutig verfolgt werden.
Um auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen, hat KIRCHE IN NOT im Jahr 2015 den RED WEDNESDAY (roter Mittwoch) ins Leben gerufen. Er findet weltweit jährlich in der Regel am vorletzten Mittwoch im November statt.
Sichtbares Zeichen des RED WEDNESDAY ist die rote Beleuchtung von Kirchen, öffentlichen Gebäuden oder Privathäusern. Die Farbe Rot erinnert an das Martyrium, das viele Christen auch heute noch erleiden.
Die Gründe für Verfolgung sind vielfältig:
- Weil eine andere Religion als staatstragend gesehen wird, wie in einigen arabischen Staaten und zunehmend auch in Indien.
- Weil Religion generell nicht zur Staatsideologie passt, wie in China oder Nordkorea.
- Weil autokratische Herrscher ihre Macht ausbauen und die Mehrheitsreligion in ihren Dienst stellen wollen.
- Weil aufgestachelte Islamisten alle verfolgen, die nicht in ihr religiöses Weltbild passen. Sogar die Angehörigen der eigenen Religion. Das erleben und erleiden Millionen Menschen in Afrika, im arabischen Raum, im Nahen Osten, bis hin zum Süden der Philippinen.
Was bedeutet das für uns, die wir im Frieden leben?
Es bedeutet: Unsere Geschwister brauchen nicht nur unser Mitleid, sondern unsere Solidarität. Unser Gebet. Unsere Stimme.
Gebet
Herr Jesus Christus,
du hast das Kreuz nicht gemieden,
du bist den Weg des Leidens gegangen –
für uns, für alle, für die ganze Welt.
Heute schauen wir auf dich, verwundet, verspottet, verlassen –
Und wir denken an unsere Brüder und Schwestern,
die um deines Namens willen verfolgt werden.
In den Kellern des Schweigens,
in Lagern und Gefängnissen,
in zerstörten Kirchen und ausgebrannten Häusern
bist du mit ihnen.
Du leidest in ihnen.
Du trägst mit ihnen das Kreuz.
Wir bitten dich:
Stärke ihren Glauben,
trockne ihre Tränen,
bewahre ihre Hoffnung.
Sende deinen Heiligen Geist,
damit sie nicht verzagen.
Lass ihre Verfolger erkennen,
dass Hass niemals das letzte Wort hat,
sondern deine Liebe.
Gib auch uns den Mut,
nicht zu schweigen,
wenn die Freiheit des Glaubens unterdrückt wird,
wenn Menschen wegen ihres Bekenntnisses sterben.
Maria, Mutter der Schmerzen,
du hast unter dem Kreuz ausgehalten:
Steh allen Christinnen und Christen bei, die leiden –
und lehre uns, mitzufühlen und mitzutragen.
Amen